Manne Forschtrat von Bernd Wolff

Manne Forschtrat von Bernd Wolff



Manne Forschtrat  erschien 1968 im Kinderbuchverlag Berlin. Es umfasst 230 Seiten, ist für Leser ab 12 Jahren an und kostete damals 5,80 Mark.

In Möncherode, einem kleinen Ort im Harz, geht der Sommer zu Ende und mit ihm die Ferien. Manfred Witteweg, von Lehrer Hüttenrauch „Forschtrat“ genannt, weil er sich so gut in der Natur auskennt und allerhand Tiere hält, freut sich auf den Neubeginn. Doch dann begeht er einen verhängnisvollen Fehler: gegenüber seinem Mitschüler Peeke Siemer prahlt er damit, einen von den Waschbären fangen zu können, die sich erst kürzlich in der Gegend angesiedelt haben, und setzt seine sprechende Krähe als Wetteinsatz ein. Von dem Kuhhirten Papa Palm entwendet er dazu eine alte Kastenfalle, die dieser sowieso nicht mehr braucht. Fast gelingt sein Vorhaben, doch da wird er von Fremden gestört. Von nun an geht vieles schief, und Manne muß seine ganze Erfindungsgabe aufbringen, um sich, seine Freundschaften und seinen Tierbestand zu erhalten. Weil aber in Möncherode einer auf den anderen angewiesen ist, findet sich immer wieder eine Lösung, wenn auch mitunter auf Umwegen.
Eine lustige Schulgeschichte aus den sechziger Jahren, in der manches drunter und drüber geht, aber letztlich doch immer weiter.
 
LESEPROBE:
Gleich von der Bushaltestelle aus war Herr Hüttenrauch noch mal zum Schulgarten gegangen. Die Sache mit dem Baldrian ließ ihm keine Ruhe. Eigentlich ist es ja Dummheit! denkt er, als er über den Weidezaun springt. Auf den Forschtrat kann ich mich doch verlassen.
Aber dann steht er vor dem Beet, und er bekommt bald einen Überschlag. Als hätten dort Wildschweine gebrochen, so sieht es aus. Von den Baldrianpflanzen keine Spur. Was geht hier vor?
Wutentbrannt stiefelt Lehrer Hüttenrauch zu Mutter Marten und klopft Fräulein Adam heraus.
„Kollegin Adam, was haben Sie mit dem Baldrian gemacht?“, schimpft er erregt.
Habe ich etwas verkehrt gemacht? überlegt Fräulein Adam erschrocken, als sie Herrn Hüttenrauch so zornig vor sich sieht. Sie versucht sich zu rechtfertigen: „Ich habe alles Verfügbare nachgelesen, aber über Anbau habe ich nichts gefunden. Sie selber haben mir nichts gesagt, außer, ich soll mich nach Ihrem Forschtrat richten. Wenn die Pflanzen nicht so stehen, wie Sie sich das wünschen, haben Sie sich das selbst zuzuschreiben!“
„Nicht so stehen, wie ich mir das wünsche? Sagten Sie, nicht so stehen, wie ich mir das wünsche? Sie stehen überhaupt nicht, weit und breit nichts von Baldrian zu sehen! So liegen die Tatsachen!“
„Das stimmt nicht!“, verwahrt sich Fräulein Adam entschieden. „Wir haben anderthalb Beete bepflanzt, ungefähr hundertdreißig Pflänzchen.“
 
(Quelle: EDITION digital/Amazon/KindleShop)
Manne Forschtrat von Bernd Wolff
E-Book


 

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 896 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 195 Seiten
  • Verlag: EDITION digital; Auflage: 1 (9. September 2014)

1 Kommentar

  1. Als Kind habe ich dieses Buch geliebt! Wurde von mir mehrmals „verschlungen“. Schön, die vergessen geglaubten Name der Helden wieder zu lesen.

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